Dialyse zur Giftelimination

Die drei Säulen der Behandlung von Intoxikationen sind die symptomatische Therapie, die Entfernung des Giftes aus dem Körper (Giftelimination genannt), und die spezifische Therapie mit einem Antidot, falls dieses verfügbar ist.

Im Idealfall kann man im Rahmen der Giftelimination ein Gift entfernen oder binden, noch bevor dieses vom Körper resorbiert wird und eine Wirkung entfalten kann.
Hierzu wird bei oraler Aufnahme bei vielen Giften Aktivkohle angewandt. Manche Gifte können aber auch aus dem Körper eliminiert werden, wenn sie bereits resorbiert wurden.

In diesem Artikel möchten wir besprechen, unter welchen Grundvoraussetzungen eine Giftelimination mittels Hämodialyse oder Hämoperfusion Sinn hat, welches Verfahren genutzt werden sollte, und bei welchen Stoffen die extrakorporale Elimination klassischerweise hilfreich ist. weiterlesen…

Aktivkohle

Beim Verschlucken giftiger Substanzen wird oft die Einnahme von Aktivkohle empfohlen. Diese ist in Deutschland in praktischen Flaschen à 10 oder 50 Gramm erhältlich, die nur noch mit Wasser befüllt, geschüttelt und anschließend getrunken werden müssen. Aufgrund ihrer sehr großen Oberfläche (über 35.000 m² bei 50g) bindet die Kohle (Groß-)Teile des Giftstoffes und kann somit dessen Aufnahme reduzieren oder auch ganz verhindern. weiterlesen…